Unsere GärtenEin Gemüse-, oder auch Nutzgarten war zu allen Zeiten ein Muss für die ehemaligen Bewohner unserer alten Häuser, die wir mit so viel Aufwand für uns herrichten. Was liegt da näher, als sich damit zu beschäftigen, wie diese Gärten einmal ausgesehen haben, was angepflanzt wurde, wie und was konserviert wurde. Auch, welche Obstbäume es gab und was für Blumen und sonstige Gewächse in diesen Gärten standen. Wer mit einem grünen Daumen gesegnet ist, wird das direkte Umfeld seines Hauses sowieso gestalten wollen. Warum dann nicht gleich einen authentischen Garten anlegen oder einen bestehenden wieder aufmöbeln?
Den Begriff "Bauerngarten" gab es früher nicht, der ist eine Erfindung der Neuzeit und will uns auch weis machen, dass die traditionellen Nutzgärten immer so ausgesehen haben, als seien sie dem Bilderbuch entsprungen. Das ist aber falsch. Ein traditioneller Gemüsegarten war auf Ertrag ausgelegt, weniger auf Optik. Alles musste von Nutzen sein, auch die Blumen. Mit der Zeit kamen auch "moderne" Gewächse in diese Gärten. Wenn sie Bestand hatten, durften sie bleiben, ansonsten verbannte man sie wieder. Man hatte keine Zeit, sich mit Extravaganzen aufzuhalten. Der Garten musste zusätzlich zu aller anderer Arbeit bestellt werden, und davon gab es oft mehr als genug.
Wir wollen Ihnen anhand von Beispielen die traditionellen Formen aufzeigen und Hilfestellung bei der Anlage eines solchen Gartens anbieten. Dazu gehört auch die Auswahl der Baumaterialien, Umzäunung, Pflanzen, etc., eben alles, was zu einem gelungenen Bild gehört. Schließlich sind Haus und Garten ein Gesamtensemble, das zueinander passen soll. 
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