
Kontaktstelle Kleinmünster
Kleinmünster: ein kleiner Ort mit nicht mal 300 Einwohnern im Haßbergkreis. Hier kauften meine Partnerin und ich Anfang 2022 einen ehemaligen Gasthof – laut Inschrift von 1861 - mitten im Ortskern. Äußerlich sah man dem Gebäude an, dass hier schon lange nichts mehr gemacht wurde, die Substanz jedoch war solide und hatte einen Charme, der uns sofort zusagte. Nach der obligatorischen Entrümpelung und der fast vollständigen Entkernung des Wohngebäudes, begannen wir mit der Sanierung fast vollständig in Eigenleistung. Nach gut zwei Jahren konnten wir das Erdgeschoss beziehen. Wieder zwei Jahre später – und mittlerweile vierköpfig – ist das Obergeschoss nun beinahe bezugsreif.
Das notwendige Wissen, um ein altes Gebäude zu sanieren und zu erhalten, hatte ich mir schon früh angeeignet. Aufgewachsen in einem alten Amtshaus aus dem frühen 17. Jahrhundert am nördlich Rand des Odenwalds, war mein Interesse an alter Bausubstanz schon von Klein auf vorhanden. Nach einem abgeschlossenen Architekturstudium und der Arbeit in einem kleinen Büro, in dem viel an und mit historischer Bausubstanz gearbeitet wurde, kam ich 2021 ins unterfränkische Schweinfurt. Schnell war klar, dass wir hier nicht dauerhaft bleiben wollten, und so begann die Suche nach einem geeigneten Objekt im Umland.
Auch wenn ich aktuell beruflich wenig mit historischer Bausubstanz zu tun habe, ist das private Interesse auch über das eigene Sanierungsprojekt hinaus nie abgerissen. Nachdem wir 2022 der IgB beigetreten waren und ich bei den Höfen in der Nachbarschaft bereits mit Rat und Tat im Rahmen von Sanierungen helfen konnte, war es nur logisch, den nächsten Schritt zu wagen und Kontaktstelle für die IgB zu werden.
In Zukunft soll es vor allem darum gehen, die IgB und ihre Ziele in der Region bekannter zu machen und für einen respektvollen Umgang mit unserem gebauten kulturellen Erbe zu werben. Genug zu tun gäbe es. Trotz oder gerade weil der Fernsehjournalist Dieter Wieland in seiner Fernsehreihe „Topographie” Ende der 1990er Jahre die Haßberge als eine Region beschrieben hat, an der „der rücksichtslose Hass auf alles Alte” vorbei gegangen sei. Der Blick in die Dörfer der Region zeigt, dass sich fast 30 Jahre nach diesem Statement vieles verändert hat – aber eben leider nicht Alles zum Guten. Unnötige Abrisse gab es und gibt es weiterhin, Plastikfenster werden weiter in historische Häuser eingebaut und leerstehende ehemals schöne ortsbildprägende Gebäude werden immer noch als „Schandflecken” gesehen, die beseitigt werden müssen. Aber es gibt sie hier eben auch, viele motivierte Menschen, die in solchen Häusern mehr sehen als den Schandfleck. Die sich mit viel Energie und Hingabe solchen Gebäuden widmen. Sie gilt es zusammenzubringen, zu vernetzen, stark zu machen. Dafür steht die IgB und mit ihr die Kontaktstelle in Kleinmünster.



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