Lindlar, LVR Freilichtmuseum © Interessengemeinschaft Bauernhaus, Bernd Kunze

Geschäftsführung

Dr. Julia Ricker

Historische Gebäude faszinieren mich seit meiner Kindheit. Aufgewachsen in einem Dorf zwischen Taunus und Westerwald, zog mich der Dom in Limburg an der Lahn schon als Fünfjährige in seinen Bann. Ebenso hatte es mir die Altstadt mit ihren schiefen, in aufwendigem Fachwerk konstruierten Häusern angetan. Seit der Mitte der 1970er-Jahre sanierte die Stadt sie nach und nach, sodass mir der Wert dieser historischen Bausubstanz intuitiv klar wurde. Gleichzeitig beobachtete ich, wie in den umliegenden Dörfern alte Bauernhäuser und Scheunen für Neubauten wichen und dass viele ihre historischen Wohnungsausstattungen aufgaben. Mit der Familie sammelten wir Bauteile und Gegenstände und übernahmen sie im eigenen Haus. Heute sind sie liebgewordene Erinnerungsstücke.

Nach einer kaufmännischen Ausbildung studierte ich Kunstgeschichte und Geschichte und promovierte 2009 – gefördert durch ein Stipendium des Cusanuswerks – über ein Thema der mittelalterlichen Kunstgeschichte in Bonn.

Ich bin glücklich, meine Leidenschaft für die Baukultur in die Berufstätigkeit einzubringen: Neun Jahre arbeitete ich in einer Denkmalschutzorganisation für die Bewusstseinsbildung. Hier habe ich mich dafür eingesetzt, eine breite Öffentlichkeit für historische Gebäude und deren Erhaltung zu begeistern und zu sensibilisieren. Und ich erfuhr über die Lektüre des Holznagels von der IgB.

Die Vielfalt der Kulturlandschaften und der regionaltypischen Architektur ist ein einzigartiger Schatz mit einer gemeinschaftsstiftenden Kraft. Aber gerade die ländlichen Gebiete sind nach wie vor unterschiedlichen Herausforderungen ausgesetzt: Manche Dörfer und Kleinstädte schrumpfen, andere verdichten sich enorm. Beides kann die Baukultur und die Kulturlandschaften bedrohen.
Julia Ricker

Dr. Julia Ricker

moltke:höfe Gebäude B
Moltkestraße 123–131
50674 Köln
Tel. 0221 95795733
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Auch aus diesem Grund begeistert mich die IgB: Ihre Mitglieder stehen – engagiert und tatkräftig – für eine positive Weiterentwicklung des ländlichen Raumes. Die meisten IgBler bewohnen alte Häuser, die sie selbst instandgesetzt haben. Sie tragen dazu bei, dass gewachsene Ortsbilder ihren Charakter behalten. Aber auch übergeordnet zeigt sich für mich, dass zentrale IgB-Themen wie Regionalität, historische Bautraditionen und Baustoffe sowie Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit auf der politischen und der gesellschaftlichen Ebene eine breite Resonanz finden und von großer Relevanz sind. Hier kann die IgB mit gestalten und ihr jahrzehntelanges Fachwissen in Theorie und Praxis einbringen.

Als Geschäftsführerin der IgB setze ich mich dafür ein, unseren Verein bundesweit bekannter zu machen und in der Politik und in der Gesellschaft ein Bewusstsein für unsere Ziele herzustellen, damit wir gemeinsam möglichst viele Menschen erreichen – und auch als neue Mitglieder – für unser gemeinsames Anliegen gewinnen. Für die Bewahrung ländlicher Baukultur!

Geschäftsstelle

Petra Höller-Roth

Als bergisches Landkind und Tochter eines Baustoffhändlers habe ich bereits früh die Sprache der Handwerker gelernt und bin mit Handwerksarbeiten aufgewachsen. In der alten Postreiterstation, in der wir wohnten, gab es immer etwas zu tun und mir ist früh beigebracht worden, dass Ressourcen zu schonen bzw. zu erhalten stets besser ist, als neu zu kaufen. So entwickelte ich im Laufe der Jahre meine Liebe zu allem Historischen und Erhaltenswertem.

Vor einigen Jahren hatte ich glücklicherweise die Gelegenheit, meine Leidenschaft zum Beruf zu machen und meine solide kaufmännische Ausbildung half mir dabei, den erfolgreichen Neuaufbau eines Seminar- und Veranstaltungsbereichs einer Denkmalschutzorganisation mitzugestalten. Dabei lernte ich auch die Arbeit der IG Bauernhaus kennen.

In meinem Partner, der seinen Beruf als Landschaftsgärtner liebt und zudem Imker ist, habe ich die ideale Unterstützung für eine nachhaltige und naturnahe Lebensweise gefunden. Gemeinsam nutzen wir unsere Freizeit dazu, historische Orte zu bereisen und Bauwerke zu besichtigen. Insbesondere interessieren uns alte Handwerkskünste, zu denen wir beispielsweise auf diversen Mittelaltermärkten in eigener Gewandung mit den Ausstellern ins Gespräch kommen.

Die Arbeit für die IG Bauernhaus ist für mich daher genau die Tätigkeit, in der ich mich und meine Lebenseinstellung wiederfinde. Im Sinne der Verantwortung für künftige Generationen möchte ich mit meinen Fähigkeiten die Gemeinschaft der IG Bauernhaus unterstützen, der Öffentlichkeit zu vermitteln, wie wichtig der Erhalt wertvoller Bausubstanz und das Wissen um alte Handwerkwerkskunst sind.

Petra Höller-Roth

Petra Höller-Roth

Nussbaumer Str. 55
51467 Bergisch Gladbach
Tel. 02202 2510199
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